Der Begriff Wälzlagerstahl wird verwendet für (das liegt auf der Hand) Stähle, aus denen Wälzlager, also Kugellager, Rollen und zugehörige Produkte, produziert werden.

Der bekannteste und am meisten verwendete Wälzlager-Werkstoff dürfte 100Cr6 – 1.3505 sein. Es gibt auch Werkstoffe, die als Einsatzstahl oder Rostfreier Stahl gelten, aber trotzdem für Wälzlagerprodukte eingesetzt werden.

Beispielhafte Wälzlager aus speziellem Wälzlagerstahl
Typisches Anwendungsbeispiel für Wälzlagerstahl

Wälzlagerstahl Eigenschaften und Normen

Da das Anwendungsfeld der Werkstoffe auf die Produktgruppe Wälzlager beschränkt ist, gibt es hier natürlich weniger verschiedene Stähle als z. B. beim Baustahl oder beim Vergütungsstahl.

Der am häufigsten im Markt vorkommende Werkstoff ist der Stahl 100Cr6.

Die Stähle der hier vorgestellten Werkstoffgruppe finden sich genormt in der DIN EN ISO 683-17 wieder. Besonderheiten sind hier die Anforderung an die nichtmetallischen Einschlüsse (besondere Reinheit) und die verschiedenen Lieferzustände, in denen der Stahl geliefert werden kann/ soll:

  • +S Behandelt auf Kaltscherbarkeit
  • +A Weichgeglüht
  • +AC-Geglüht
  • +FP-Geglüht
  • Weitere

Werkstoffe der Wälzlagerstähle

Die Wälzlagerstahl-Gruppe beinhaltet die folgenden Werkstoffe:

Es gibt noch ca. 20 weitere Werkstoffe, die in der zugehörigen Norm stehen. Jedoch finden sich diese Werkstoffe auch in anderen Stahlgruppierungen wieder und werden häufig für andere Endprodukte verwendet.

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