Begrifflich sind Eisen und Stahl manchmal sogar für Branchenkenner ein und derselbe Begriff. Doch was ist der Unterschied zwischen Eisen und Stahl?

Korrekterweise ist „Eisen“ der Begriff für ein chemisches Element, das in Form von Eisenerz in der Erdkruste vorkommt. Dieses Eisenerz wird dann industriell zu Roheisen und daraus wieder zu Gusseisen bzw. zu Stahl verarbeitet.

Das bedeutet: Eisen und Stahl stehen nicht auf einer Stufe, vielmehr ist Eisen das Ausgangsprodukt für Stahl. Auf einer Stufe mit dem Stahl steht das Gusseisen, das ebenfalls aus dem Eisen hervorgeht. Um die Erklärung zu vereinfachen, hier die grafische Darstellung:

Darstellung des Unterschieds zwischen Eisen und Stahl

Begriffliche Tücken

Unter dem Begriff „Eisen“ wird im Markt häufig der klassische Baustahl S235JR verstanden. Hier ist dann z. B. vom Rundeisen oder vom Flacheisen die Rede. Dieser Stahl wird für einfache Anwendungen im Anlagenbau (z. B. Gehäuse oder Rohre) oder in Handwerk und Industrie (z. B. Geländer ohne Anforderungen oder einfache mechanische Teile) verwendet.

Stahl

Gusseisen hat einen Kohlenstoffgehalt von über 2,06%. Der Kohlenstoffgehalt von Stahl liegt unter 2,06% (mit ganz wenigen Ausnahmen), meist sogar deutlich unter diesem Wert (bei den meisten Stahlwerkstoffen zwischen 0,1 und 0,7%).

Was bedeutet der Kohlenstoffgehalt für das Gusseisen bzw. für den Stahl?

Durch den geringeren Kohlenstoffgehalt kann Stahl verformt werden (vor allem im erhitzten Zustand wird das häufig gemacht, z. B. durch Schmieden). Bei Gusseisen funktioniert das nicht.

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