Als Freiformschmiedestück bezeichnet man Stahlteile, die in freier Form und nach Zeichnung vom Kunden in Auftrag gegeben werden können und vom Stahlproduzenten in Einzelstücken produziert werden. Die Produktion erfolgt dann in einer Freiformschmiede.

Bestes Beispiel hierfür sind große Wellen, die z. B. in Generatoren verbaut werden oder als Schiffskurbelwellen dienen.

Wird Stahl in der Regel in Massenherstellungsverfahren wie dem Walzen aus dem Strangguss hergestellt, läuft die Produktion von Freiformschmiedestücken nicht „in Masse“ ab, sondern eher nach dem Motto „jedes einzelne Stück für sich“. Meistens werden mittels Freiformschmieden Stahlteile mit besonderen Anforderungen hergestellt. Auch bei der Größe der einzelnen Schmiedestücke sind die Anforderungen meist außerhalb der Norm.

Freiformgeschmiedeter Rundstahl

Doch nicht nur individuelle Freiformschmiedestücke werden in Freiformschmiede-Betrieben gefertigt. In Ländern, in denen es sich aufgrund von Energie- und Arbeitskosten lohnt, werden auch große Dimensionen von Rundstahl in geschmiedeter Form gefertigt (sofern der Einsatzzweck nicht so anspruchsvoll ist). Das sind dann Abmessungen im Rundformat ab ca. Ø 250 mm Durchmesser und größer.

Speziell in Russland und China lohnt sich diese Art der Rundstahlproduktion. In Westeuropa, also auch Deutschland, ist dieser Stahl i. d. Regel nicht konkurrenzfähig.

Video über Freiformschmiedestücke

Um den Produktionsprozess zu verstehen, lohnt es sich, die ersten zwei Minuten des nachfolgenden Videos anzusehen.

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